Sportentwicklungsplanung für den lebens- und wirtschaftsraum rendsburg


Am 24. Mai 2017 fiel mit dem ersten Treffen der Lenkungsgruppe der endgültige Startschuss für die Durchführung der interkommunalen Sportentwicklungsplanung (SEP) für den Lebens- und Wirtschaftsraum Rendsburg – eine Zusammenarbeit zwischen der Entwicklungsagentur für den Lebens- und Wirtschaftsraum Rendsburg (EA RD), der LAG Eider- und Kanalregion Rendsburg (AktivRegion) und dem Kreissportverband Rendsburg-Eckernförde (KSV RD-ECK). In diesem bundesweit einzigartigen Projekt werden 13 Städte und Gemeinden mit insgesamt ca. 74.000 Einwohnern und 69 Sportvereinen mit über 18.000 Mitgliedern berücksichtigt.

  

Der organisierte Sport steht vor vielfältigen Herausforderungen: Der demografische Wandel, aktuelle und absehbare Entwicklungen im Bildungs- und Betreuungsbereich, knapper werdende öffentliche Finanzen und weitere gesellschaftspolitische Entwicklungen fordern den Sport und seine Akteuere sowie die Kommunen heraus, eröffnen aber auch neue Chancen. Um Sportangebote, Sport- und Bewegungsräume und Sportstrukturen zukunftsorientiert zu schaffen bzw. weiter zu entwickeln, bedarf es einer vorausschauenden Planung und einer belastbaren Grundlage.

Deshalb hat der KSV RD-ECK eine Sportentwicklungsplanung für den gesamten Kreis RD-ECK in Auftrag gegeben, die 2014 vom Sportinstitut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel durchgeführt wurde. Darin werden unter anderem engmaschigere  Sportentwicklungsplanungen empfohlen, um konkretere Handlungsempfehlungen für eine bestimmte Region zu erhalten. Da entsprechende Gutachten wie beispielsweise in Eckernförde und Gettorf bereits durchgeführt wurden, kamen auf Initiative des KSV RD-ECK im April 2016 Vertreter der Entwicklungsagentur sowie der Kommunen und Sportvereine im Lebens- und Wirtschaftsraum Rendsburg zusammen, um über die Möglichkeit einer SEP in der Region Rendsburg zu beraten.

Aufgrund des positiven Feedbacks und des großen Engagements der Stadt Büdelsdorf,  fand im Sommer letzten Jahres die Auftaktveranstaltung statt, bei der auch die Vorgehensweise der SEP der Stadt Flensburg in Zusammenarbeit mit dem Sportverband Flensburg vorgestellt wurde. Im Anschluss wurden die Methodik und die Ziele im Detail definiert. Die Ergebnisse und Handlungsempfehlungen werden nicht nur für die Gesamtregion erarbeitet, sondern werden zusätzlich durch die Bildung von lokalen Planungsgruppen auf 4 Planungsbezirke heruntergebrochen und es wird eine Übersicht für jede Kommune erstellt.

Die EA RD als Projektträger hat für die Durchführung eine externe Beratungsunterstützung beauftragt, das Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung (ikps) aus Stuttgart, die in Kürze mit der Bestands- und Bedarfsanalyse beginnen wird (u.a. Befragungen der Bevölkerung, Vereinen, Schulen und Kindertagesstätten). Im Anschluss findet eine Bestands-Bedarfs-Bilanzierung statt, die als Basis für die Erarbeitung der Handlungsempfehlungen in den regionalen und lokalen Planungsgruppen dienen wird.

 

Ziele des Projekts sind u.a.:

  •  Die sportlichen Aktivitätten in allen Bereichen (Schule, organisierter Sort, Individualsport, Freizeit- u. Leistungssport, etc. zu stärken
  •  Die Vernetzung, Begleitung/Unterstützung von Kooperationsprozessen aller relevanten Akteure im Bereich des Sports zu optimieren
  • Zeitgemäße, zukunftsfähige, bedarfsgerechte und nachhaltige Sport- bzw. Sportstättenangebote (Sport- u. Bewegungsräume) zu schaffen
  • Rationale und objektive Planungsgrundlagen für künftige Entscheidungen der Kommunen, des Kreises und der Sportvereine zu schaffen

Nach Abschluss des Gutachtens, werden Mitte 2018 detaillierte Ergebnisse und Handlungsempfehlungen vorliegen, die in den kommenden Jahren als Grundlage für sportpolitische Entscheidungen genutzt werden können und sollten.

 

Übersicht über die Städte und Gemeinden des Lebens- und Wirtschaftsraumes Rendsburg: 


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Konzept interkommunale Sportentwicklungsplanung
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Folien zur Auftaktveranstaltung / 06.10.2017
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